Da gab es ein paar Versuche und ich hätte das Gespräch über den Garten und vereinzelt anderes aufrecht erhalten, aber die Antipathien mischten sich schnell in die Gespräche ein, obwohl sie dort gar nicht wohnten. Eine vertrocknete Tuja war wohl der Auslöser oder die Gartengestaltung oder sonst irgendwas. Irgendwann versuchte ich nicht mehr darüber nachzudenken, wenn ich es auch unangenehm fand, Sprachlosigkeit in einem Nachbarschaftsverhältnis wohnen zu haben, da man dem nicht mehr entkommt, zumal ich ihn öfters sah als den Grillparty-Polizeirufer-Nachbar.
Ich entfernte die vertrocknete Tuja und er schlug vor, in die Lücke und auch daneben doch neue Tuja zu pflanzen (mir als Mieter, was er wußte), die koste auch nicht viel. Tuja kannte ich bisher nur unter "Lebensbaum" und gehörte kaum zu meinen Lieblingspflanzen, ist aber als Sichtschutz ganz gut geeignet. Ich entgegnete, ich hätte mir das noch nicht überlegt. Irgendwann grüßte er uns nicht mehr und meckerte noch ein paar Mal über Unwichtigkeiten am Gartenzaun. Beim letzten Mal reichte es mir und ich antwortete ihm, da er eh mit mir nicht mehr spreche, soll er seine Beschwerden schriftlich einreichen. Traurig so was; er hat ja noch seinen Doppelhaushälftenachbarn mit dem er aber anscheinend auch nur zwangsweise-vernunftsorientiert spricht.
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