Sonntag, 9. Juni 2013

Auch ein Zimmer

Wenn ich Gartenbesitzer frage, warum sie den Vorgarten so stiefmütterlich behandeln, heißt es, er sei ja nicht so wichtig und solle nur ordentlich aussehen, damit vorbeigehende Passanten nichts Falsches über einen dächten, der schöne Garten sei ja hinter dem Haus. Da bin ich ganz anderer Meinung: Was interessieren mich die Nachbarn oder die Gedanken völlig fremder Passanten? Schließlich gehe ich doch tagein, tagaus durch den Vorgarten. Und wenn man einmal bedenkt, dass man zwölf Monate im Jahr täglich mindestens vier- bis fünfmal hindurchgeht, sind es im Schnitt, abzüglich der Urlaubszeit, 1500 Male; da sollte der Vorgarten doch etwas mehr Aufmerksamkeit verdienen.
Kurzum, es muss sich etwas ändern, vor allem die Einstellung. Vita Sackville-West, die Besitzerin von Sissinghurst, sagte einmal, dass der Vorgarten die Aufgabe habe, einen morgens mutig ins Leben zu entlassen und abends wieder liebevoll zu empfangen.
http://www.welt.de/print/wams/lifestyle/article116950858/Der-Vorgarten.html

Montag, 27. Mai 2013

Tarnung

Und vorhin rannten Mäuse oder eine Ratte vor Schreck davon als ich eine Vase vor der Haustür auskippte.


Sonntag, 26. Mai 2013

Eiszeit

Wer mich ganz kennenlernen will, muß meinen Garten kennen, denn mein Garten ist mein Herz.
(Fürst von Pückler-Muskau)

vielleicht im nächsten Jahr bei schönerem Wetter
Pücklerblau & Rosenrot

Topf, Katze, Maus

Chelsea Flower Show

Heutzutage wird ein solcher Showgarten von etwa 250 Quadratmetern mit hundertfachem Aufwand gebaut. Es mag Sie verwundern, aber es ist gar nicht so einfach, in 21 Tagen mit einem Budget von 450.000 Euro bis zu einer Million einen Garten zu bauen, der am Tag der Fertigstellung so aussieht, als sei er schon mindestens 20 Jahre gewachsen. Und genau das wird von diesen Gärten erwartet. Gartenkultur bis ins Kleinste kalkuliert.

Auf der Chelsea Flower Show entstehen in nur drei Wochen Traumgärten. Zum 100-jährigen Jubiläum erklärt Gabriella Pape


Der Gewinner 2013

Mittwoch, 24. April 2013

Die Gespräche sind unbekannt verzogen

Es waren Nachbarn der Art wie sie sich jeder wünscht und erinnerte mich an die Gauloises-Werbung im Kino ("sonst gibt es eine Beschwerde"). Nach dem Guten Tag machte die eine gleich darauf aufmerksam, daß ein Strauch bei ihr rüberhänge und ob ich den nicht beseitigen könnte, sie habe das schon dem Vormieter gesagt, der habe aber nie reagiert. Ich entfernte das, weil ich es sowieso entfernt hätte, obwohl als Mieter gar nicht dafür zuständig, sie bedankte sich und ich war bedient. Später kauften wir das Grundstück. Mit ihr habe ich nie wieder gesprochen, bin ihr aber kaum mehr begegnet. Mit ihrem Mann gab es noch 2 unangenehme Begegnungen, seitdem ist diese Art der Kommunikation auch auf geheimnisvolle Weise verschwunden und nie wieder aufgetaucht. ("diese Art der Gespräche wohnt hier nicht mehr"). Ähnlich das Bild mit dem Nachbarn der Westseite.
Da gab es ein paar Versuche und ich hätte das Gespräch über den Garten und vereinzelt anderes aufrecht erhalten, aber die Antipathien mischten sich schnell in die Gespräche ein, obwohl sie dort gar nicht wohnten. Eine vertrocknete Tuja war wohl der Auslöser oder die Gartengestaltung oder sonst irgendwas. Irgendwann versuchte ich nicht mehr darüber nachzudenken, wenn ich es auch unangenehm fand, Sprachlosigkeit in einem Nachbarschaftsverhältnis wohnen zu haben, da man dem nicht mehr entkommt, zumal ich ihn öfters sah als den Grillparty-Polizeirufer-Nachbar.
Ich entfernte die vertrocknete Tuja und er schlug vor, in die Lücke und auch daneben doch neue Tuja zu pflanzen (mir als Mieter, was er wußte), die koste auch nicht viel. Tuja kannte ich bisher nur unter "Lebensbaum" und gehörte kaum zu meinen Lieblingspflanzen, ist aber als Sichtschutz ganz gut geeignet. Ich entgegnete, ich hätte mir das noch nicht überlegt. Irgendwann grüßte er uns nicht mehr und meckerte noch ein paar Mal über Unwichtigkeiten am Gartenzaun. Beim letzten Mal reichte es mir und ich antwortete ihm, da er eh mit mir nicht mehr spreche, soll er seine Beschwerden schriftlich einreichen. Traurig so was; er hat ja noch seinen Doppelhaushälftenachbarn mit dem er  aber anscheinend auch nur zwangsweise-vernunftsorientiert spricht.